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Aspekt Wissen

Wissen, Daten & Information

Ein großes Problem im Zuge der Behandlung des Themenkomplexes stellt die begriffliche Vielfalt dar, die mit der man innerhalb der Literatur konfrontiert wird. Deshalb soll an dieser Stelle eine kurze und prägnante Aufzählung der, für eine Gestaltung von Wissensmanagementaktivitäten, vom Wissensmanagement Forum als relevant erachteten Begriffe erfolgen:

INFOKASTEN: Grundbegriffe im Wissensmanagement

Diese Grundbegriffe stellen die wichtigsten Daten für den Aufbau von Kontextwissen für das nachfolgende Modell dar. Sie wurden hauptsächlich aus den Theorien des Radikalen Konstruktivismus und der Biologischen Erkenntnistheorie abgeleitet, und unter Anwendung der Systemtheorie zur Bezugsrahmenbildung herangezogen.

Bezugsrahmen zur Analyse und Gestaltung von Wissenssystemen

Wissen

Über einen Analogieschluss zum Individuum, bei welchem Sensorium und Motorium über ein kognitives Subsystem (Gedächtnis) in Verbindung stehen , erfolgte eine Projektion auf das Unternehmen. So entstand eine Auftrennung in eine Wissens-, und eine Handlungsebene, welche von einer Datenebene unterstützt werden. Betrachtet man das Unternehmen als soziotechnisches System, so stehen das soziale Teilsystem mit dem Technischen Teilsystem über die Prozesse Information und Dokumentation in Verbindung. Mit der Wissensebene wird das "Gedächtnis" des Unternehmens beschrieben. Das Wissen das in dieser Ebene zur Verfügung steht wird für die Bewältigung der Aufgaben der Organisation in der Handlungsebene verwendet. Innerhalb der Wissensebene wird Wissen durch Kommunikation zwischen Wissensträgern wechselseitig induziert. Seinen tatsächlichen Wert entfaltet Wissen erst in der Ausführung von Handlungen. Durch die gebildete Handlungsebene wird das Handlungsspektrum einer Organisation für die Bewältigung der Aufgaben beschrieben. Eine Dokumentation unternehmensrelevanter Daten in die Datenebene wird es anderen Wissensträgern ermöglicht, zeitlich und örtlich entkoppelt, indirekt Wissen zu induzieren. Allerdings befinden sich in der Datenebene ausschließlich Daten und kein Wissen. Zentraler Gestaltungszyklus ist der Kreislauf Wissen anwenden - Wissen durch Handeln aufbauen, der im herkömmlichen Sprachgebrauch als Lernen bezeichnet wird. Um die drei Ebenen innerhalb eines Systems zu Identifizieren ist es notwendig sowohl die Aufgabenträger, welche innerhalb der Handlungsebene zu subsumieren sind, als auch die Wissensträger, welche innerhalb der Wissensebene zusammengefasst werden, zu identifizieren. Ebenso muss die vorhandene Datenebene über alle zur Unterstützung vorhandenen, technischen Subsysteme, lokalisiert werden. Im Anschluss an diese Analysephase kann durch Gestaltung der wissensorientierten Prozesse Information, Dokumentation, Kommunikation eine Optimierung des Wissenssystems erfolgen.

 
 
 
  Impressum  Last Update: 26-Jan-2005